ortsgruppen.jpg

Großer Priel 2515m

Schermberg 2396m

09.-10. 07. 2016

Teilnehmer: Leupolz Manfred, Decker Claudius, Hofmann Joachim

und Schillig Olaf

Das Tote Gebirge ist immer wieder eine Reise wert. Hauptziel ist der Schermberg, der sich vor dem Almtaler Haus als mächtige Felsmauer präsentiert. Ein Bollwerk, immerhin 2 Kilometer breit und 1400 Meter hoch. Bevor der Aufstieg beginnt, darf es noch ein Zwickl sein – Bier-Spezialität des Hüttenwirts. Derart gestärkt wandert die Gruppe zunächst relativ flach in die Hintere Hetzau. Dann geht es zu Sache und nicht enden wollende Serpentinen bringen die Bergsteiger dem Etappenziel Welser Hütte näher. Dort eingetroffen wird gegessen, getrunken und ausgeruht. Denn die zurückliegenden 1000 Höhenmeter, anfangs im Regen, waren schon anstrengend. Auf die Option noch den Großen Priel und damit weitere 800 Höhenmeter zu machen, hat eigentlich keiner Bock. Nicht mehr ganz nachvollziehbar ist es, als dann dennoch Claudius, Manfred und Joachim aufbrechen. Über zwei, mit Leitern und Seilen gesicherte Karstufen steigen die Drei hinauf zum Fleischbanksattel. Dort wendet sich der Weg Nr. 262 scharf links hinauf zum oben schmäler werdenden Westgrat. Die Sicht ist eingeschränkt und es weht ein böiger Wind. Später nimmt der Wind an Stärke noch zu. Es dauert, bis sich endlich das überdimensionale, rote Gipfelkreuz aus dem Nebel schält. Gute 10 Minuten Aufenthalt am Gipfel des Hohen Priel reichen. Dann vertreibt der heftige Wind die Bergsteiger von diesem Platz. Auch die einen kurzen Moment scheinende Sonne ändert daran nichts mehr. Knapp 4 Stunden nach dem Beginn der Tour ist die Hütte wieder erreicht und der wohlverdiente Hüttenabend kann beginnen. Olaf hat einstweilen die „Stellung gehalten“. Er wird morgen den Großen Priel nachholen. Unsere drei Gipfelstürmer haben als Ziel den 2396 m hohen Schermberg ausgewählt.

1911

2011

 

Dort hinauf führt ein Klettersteig mit Schwierigkeit A/B und mehreren Stellen C und D. Also schon anfordernd. Nach dem Frühstück folgen die Bergsteiger einer Pfadspur durch Karstgestein hinauf zum Einstieg. Es geht gleich knackig los. Nach der Aufwärtsdiagonale folgt eine Querung zu einer Schrofenpassage. Das Stahlseil führt nunmehr steil aufwärts über  Schichtstufen und Wändchen hinauf zum 2205m hohen Almtaler Köpfl. Keine Wolke verdeckt den blauen Himmel bei der Rast am kleinen Kreuz. Imposant baut sich jetzt die Gipfelpyramide des Schermberg vor den Klettersteiggehern auf. Die technischen Schwierigkeiten nehmen ab und bald ist das Ziel erreicht. Bei dieser tollen Aussicht und dem wunderbaren Wetter darf es schon ein längerer Gipfelaufenthalt sein. Der Abstieg erfolgt über den Hermann Wöhsweg. Steil und zerklüftet über Karstgestein. Kein Problem für die routinierten Bergsteiger. Olaf ist von seiner Tour auf den höchsten Gipfel des Toten Gebirges bereits zurück und erwartet seine Freunde. Es ist sehr warm geworden und das kühle Maisel Weizen ist ein Genuss nach dem anstrengenden Tag. Es bleibt noch der Abstieg zur Almtalerhütte. Eine schweißtreibende Angelegenheit. Als es endlich geschafft ist, hält die Truppe bei gutem Essen und Trinken nochmal Rückschau hinauf zu den Felsen.

Nach diesen erlebnisreichen Tagen fährt die Gruppe sehr zufrieden nach Hause.

Berg Heil

Hofmann Joachim