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Stadelhorn und Wagendrischlhorn

 

30.08.2017

 

 

 

Teilnehmer: Hofmann Joachim und Göthner Jörg

 

Mitfahrer: Feuerer Hans und Maria, Steiner Erwin (Berg Grünstein)

 

 

 

Wieder einmal hat Joachim eine Tour im Sinn, die als Tagesfahrt ein Stück weit grenzwertig ist. Bestes Wanderwetter ist angesagt und so fährt ein Quintett zum Hintersee in der Ramsau. Während Drei mit dem Auto zum Parkplatz Hammerstiel weiterfahren, um von dort den Grünstein zu besteigen, warten Jörg und Joachim auf den Wanderbus. Mit etwas Verspätung trifft dieser ein und bringt die Beiden zur Haltestelle Engert Holzstube. Immerhin 75 Minuten Talhatscher gespart.

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Kurz nach halb neun beginnt das Abenteuer. Der Schaflsteig führt kompromisslos steil nach oben. Langsames Steigen mit einem gewissen „Drive“ ist angesagt. Die regelmäßigen Trinkpausen sind bei den warmen Temperaturen obligatorisch. Weiter oben weicht der Bergwald der Latschenzone, welche am Schutt der mächtigen Stadelmauer wieder verlassen wird. Am Hochgscheidsattel passieren die Bergsteiger einen markanten Felszacken. Ein gutes Fotomotiv. Auf Schuttbändern geht es leicht abwärts zum Einstieg eines Klettersteigs auf die Mayrbergscharte. Technisch nicht schwierig, aber schweißtreibend. In der Scharte angelangt, warten rechts Stadelhorn 2286m und links Wagendrischlhorn 2251m auf die Besteigung. Zuerst geht es die 230 Höhenmeter auf den mächtigen Turm des Stadelhorn, gewürzt mit leichten Kletterstellen. Dauert eine gute halbe Stunde. Jetzt ausruhen, trinken und die grandiose Gipfelschau der Berchtesgadener Berge genießen. Doch schon lockt der „Guglhupf“ Wagendrischlhorn direkt gegenüber. Kaum haben die Beiden von der Scharte den erneuten Aufstieg begonnen, „zwickts“ im Oberschenkel des Jörg. Eine Massage mit dem mitgeführten Gipfelschnaps zeigt schnelle Wirkung: Die Beschwerden sind weg. Der nachfolgende, leichte Klettersteig führt in direkter Linie nach oben. Klar, dass die Pause etwas länger dauern darf, zumal der anstrengendste Teil der Tour geschafft ist.

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Zufrieden lassen die Bergsteiger die „Seele baumeln“ und genießen die absolute Ruhe. Nach dem Abstieg vom Wagendrischlhorn ist noch die Querung über die Plattelköpfe zu absolvieren. Dieser Abschnitt bietet immer wieder Gelegenheit zur Rückschau auf das „Dreigestirn“

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Stadelhorn, Wagensdrischlhorn und Häuselhorn. Hinunter ins Tal bringt Jörg und Joachim der Böslsteig – oftmals unangenehm durch Schrofen- Latschen- und Felsgelände. Und es dauert, bis die 1700 Höhenmeter wieder abgestiegen sind. Mit müden Beinen und nass geschwitzt gelangen Jörg und Joachim zu einem Gasthof in Hintersee. Wie beschreibt Mark Zahel die absolvierte Tour: „Ohne Stützpunkt eine extrem lange Tagestour, für die eine ausgezeichnete Kondition nötig ist“. Das sagt alles. Das Abendessen mit süffigen Dunkelbier ist jetzt mehr als verdient. Gemeinsam mit den Grünsteinwanderer fährt die Gruppe nach Hause. Alle sind sehr zufrieden mit diesem gelungenen Bergtag.

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Berg Heil

 

Hofmann Joachim