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Tourenbericht „Hochtour durch die Stubaier Alpen“ im Juli 2017

Am 17.07.17 war es so weit, die Hochtourengruppe, in diesem Fall Franz, Norbert, Kathrin und Christian (der Berichterstatter), machten sich auf den Weg, die Stubaier Alpen zu durchqueren. Um keinen Stress aufkommen zu lassen, war sowohl ein Tag Anreise und ein Tag Abreise mit Übernachtung und feudalem Abendessen unseres Kochs Norbert in Zwieselstein eingeplant.

Tag 1: Von Sölden aus ging es auf die Hochstubai Hütte (3173).

Da wir mit der kompletten Hochtourenausrüstung schwer bepackt waren, entschlossen wir uns, den laut Führer 6h langen Zustieg von Sölden aus abzukürzen. Wir fuhren mit dem Wandertaxi bis zur Kleblealm und erreichten die Hütte nach 3,5h Gehzeit. Der Weg war zunächst sehr abwechslungsreich, erwies sich aber im oberen Teil durch das verblockte Gelände und die Höhe als anstrengender als gedacht und so waren wir dann doch ganz froh, als wir die Hütte noch vor dem nachmittäglichen Gewitterschauer erreichten.

Bild 1.jpg Hochstubai Hütte

Tag 2: Von der Hochstubai Hütte zur Hildesheimer Hütte (2899).

Wir nahmen die niedriger gelegene Variante über die „Himmelsleiter“ und den Seekarsee, welche uns landschaftlich reizvoller erschien, als die Höhenmeter sparende Gletschervariante über die Warenkarscharte.  Im letzten Teil begingen wir kurz den Windacher Ferner und den Gaißkarferner, die leider durch die Seilbahnen des Stubaier Gletscherskigebiets erschlossen sind. Da ein Gewitter aufzog, ließen wir das Skigebiet schnell hinter uns und erreichten nach 4,5h Gehzeit die Hütte.

Bild 2.jpg Im Warenkar

Tag 3: Von der Hildesheimer Hütte zur Müllerhütte (3228).

Auf der Königsetappe der Tour mussten wir uns beeilen, weil die Gewitterneigung immer noch hoch war. Wir erreichten den Pfaffensattel über den Pfaffenferner und das Pfaffenjoch. Die geplante Besteigung des Zuckerhütls mussten wir wegen des drohenden Gewitters schweren Herzens streichen. Wir überschritten direkt den Wilden Pfaff (3456m), um zur Müllerhütte abzusteigen. Der Abstieg erfolgte über den Ostgrat, der direkt vom Gipfel des Wilden Pfaffs zur Hütte verläuft (I-II, teilweise versichert).

Bild 3.jpg             Zuckerhütl vom Wilden Pfaff Bild 4.jpg Abstieg zur Müllerhütte

Tag 4: Von der Müllerhütte zum Timmelsjoch.

Der Weg führte von der Hütte über den Übeltalferner zur Schwarzwandscharte und von dort aus zur Timmelsalm. Der Weg zog sich in die Länge. Zum Glück für uns wurde an der Alm gebaut und die freundlichen Handwerker – es war kurz vor 12 Uhr, also Mittagspause -  ersparten uns das letzte Stück des Marsches und nahmen uns im Auto mit bis zur Timmelsjochstraße. Von dort waren es nur ein paar Meter bis zum Gasthof Hochfirst, welches wir gerade noch rechtzeitig vor dem alltäglichen Gewitterschauer erreichten. Mit dem Bus ging es übers Timmelsjoch nach Obergurgl und zurück nach Zwieselstein.

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Auf dem Übeltalferner. Im Hintergrund das Becherhaus

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Ablegen der Gletscherausrüstung mit Blick nach Süden, tief unten die Timmelsjochstraße

Christian Zintl