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Regpoint goes Magic Wood (von Erik Müller-Rochholz)

Sommer und Schulferien bedeuten für die meisten Jugendlichen Ausschlafen, Sonne genießen, Rumhängen. Die Regpoint Teammitglieder sind da grundsätzlich nicht viel anders, aber nur gekoppelt mit viel Bewegung und Felskontakt ergibt das für Sie einen erfüllenden Mix.

 

So kam es, dass sich Laura und Judith Schmack, Maja Opolka, Stefan Mandl und Paul Gockel mit ihren Trainern Florian Sorg und Erik Müller-Rochholz am 13.August auf den Weg in die Zentralschweiz machten, um im unter Boulderern bekannten Magic Wood eine knappe Woche zu verbringen.

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Bei der Ankunft zeigte sich die Natur erstmal von ihrer abweisendsten Seite. Dauerregen ließ den Averser Rhein, den man auf dem Weg in den magischen Wald überquert, zu einem infernalisch brodelnden Fluss anschwellen und an Bouldern war an den nassen Felsen nicht zu denken. Doch das Glück meinte es gut mit uns und am nächsten Tag hatte sich der Fluss beruhigt und ein großer Teil der Boulder war schon wieder trocken.

Da alle Teilnehmer des Trips schon beim Regpoint-Trip zu Pfingsten das Gebiet kennengelernt hatten, fiel die Orientierung nicht schwer. Nach einigen gemeinsamen WarmUp-Bouldern folgten direkt ernsthafte Versuche in schwereren Bouldern. Die Eingewöhnung dauerte nicht lange und schon am ersten Tag konnten Erfolge verbucht werden.

Die nächsten Tage folgten dem gleichen Schema: Gemütlicher Morgen auf der gemieteten Hütte, ausgiebiges, gesundes Frühstück, danach ab ins Bouldergebiet und bis zum Abend Gas geben, zurück zur Hütte, Kochen, Essen und gemütlich den Tag ausklingen lassen. Wie befriedigend sich das Leben doch anfühlt, wenn die Hauptbeschäftigungen Klettern und Essen sind!

Die Fahrt war von Florian Sorg nicht ohne Grund auf diesen Termin gelegt worden, denn als besonderes Highlight konnten wir am Samstag beim grossen CleanUp Day dabei sein. Wie einige andere beliebte Bouldergebiete auf der Welt hatte auch Magic Wood in der Vergangenheit Probleme mit Müll und nicht naturverträglichen Verhaltensweisen. Dadurch fühlen sich die Anwohner gestört und einigen Gebieten drohte gar die Schließung.

Um hier Abhilfe zu schaffen und gleichzeitig die Kletterer für die Thematik zu sensibilisieren, organisieren im Averstal die lokalen Campingplatzbetreiber inzwischen jährlich einen solchen „Aufräum-Tag“. So verbrachten wir in Gesellschaft von ca. 70 anderen Boulderern den Samstag bouldernd und Müll sammelnd im Wald. Als zusätzlichen Anreiz hatten die Veranstalter mit Hilfe einiger Sponsoren ein kostenloses Barbecue für alle Helfer und eine Verlosung von Kletterutensilien organisiert. Für uns alle war das ein ganz besonderer Tag, mit interessanten Leuten, mehrsprachigem Gedankenaustausch, lecker Gegrilltem und auch noch für einen guten Zweck!

Zu guter Letzt müssen natürlich noch die beeindruckenden sportlichen Erfolge der Regpoint-Teammitglieder erwähnt werden. Alle Mitfahrer konnten auf dieser Fahrt ihre bisher schwierigsten Boulder klettern. Judith und Laura gelang mit Super Bosna der erste 7a-Boulder, Maja kletterte mit Blindfish ihre erste 7b und zeigte trotz einer Erkältung sehr starke Leistungen am Fels. Paul und Stefan kletterten mit Intermezzo und Höhenzone jeweils eine 7c. Auch die Trainer ließen sich nicht lumpen und nahmen einige Boulder im siebten Bouldergrad mit, das Highlight war hierbei wohl Flo’s Nachtbegehung von Supernova 7c (+). Nach einem dermaßen gelungenen Trip möchte man eigentlich sofort auf den Nächsten starten! Fortsetzung folgt bestimmt ...

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