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Machbarkeitsstudie zur Mittelgebirgshütte Gibacht liegt vor: Arbeitsgruppe Gibacht und Vorstand stellen die Fortführung des Projekts auf der Mitgliederversammlung zur Entscheidung


Mitte November traf die erste Version der Machbarkeitsstudie vom Architekturbüro ELEMENT A Christian Taufenbach bei uns ein. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass das Projekt Gibacht prinzipiell realisierbar ist und es Lösungen für die derzeit noch offenen Fragen bezüglich der Themen Wasser- und Abwasserversorgung, Brandschutz und baurechtliche Genehmigung gibt.

Die Studie beinhaltet nach einer ausführlichen Untersuchung des Bestandes einen Vorentwurf für die Sanierung und Ausstattung des Gasthauses als Selbstversorgerhütte, eine Kostenschätzung für die daraus folgenden Maßnahmen am Schlafhaus, weiterhin eine Kostenschätzung für die kurzfristige Ertüchtigung der Gaststätte und eine perspektivische Planungsskizze für eine Erweiterung der Gaststätte im angrenzenden Stadel mit einem einfachen Kostenansatz. Im ersten Bauabschnitt soll das Schlafhaus saniert und als Selbstversorgerhütte mit ca. 50 Übernachtungsplätzen ausgelegt werden. Es sind unterschiedlich dimensionierte Mehrbettzimmer von zwei bis max. sechs Betten angedacht, von denen sich einige bei Bedarf zu größeren Bereichen „zusammenschalten“ lassen können, um Familien mehrtägige Aufenthalte zu ermöglichen. In dem Haus ist eine Stube mit einer kleinen Selbstversorgerküche eingeplant. Weiterhin sind zwei Sanitärbereiche zur gemeinschaftlichen Nutzung vorgesehen. Insgesamt soll der Standard dem einer üblichen Alpenvereinshütte entsprechen.

Die Baumaßnahmen umfassen einen weitgehenden Rückbau aller nachträglich eingefügten Einbauten, die Erneuerung aller Böden, aller technischen Installationen, der Heizung und aller Wandverkleidungen. Der Ausbau und die Einrichtung soll zeitgemäßen Qualitäts- und Brandschutzanforderungen genügen. Das Büro veranschlagt für die Ausführung aller Arbeiten inclusive Einrichtung und Möblierung Gesamtkosten in Höhe von ca. 1.000.000 € zuzüglich Baunebenkosten von rd. 300.000 €.

Das Herrichten der Gaststätte für einen mittelfristig tragfähigen Betrieb wird mit 20.000 € veranschlagt. Für eine spätere Erweiterung der Gaststätte in der Scheune (siehe Skizze) würde aus heutiger Sicht ein Aufwand von ca. 1.000.000 € anfallen. Soweit also das Ergebnis der Studie.

Überlegungen zu einer Alternative

Am 14. Januar fand eine Begehung des Gebäudes mit unserem Mitglied Josef Karl aus Waffenbrunn statt, der selbst einen Holzbaubetrieb führt. Während der Begehung regte er an, den Bestand der Hütte weitgehend bis auf die Steinwände zurückzubauen und in moderner Holzbauweise die Hütte in den gleichen Ausmaßen wieder aufzubauen. Eine überschlägige Kostenschätzung ergab zwar ähnliche Kosten, jedoch eine vermutlich bessere Qualität im Endergebnis. Die Hütte wäre flexibler zu planen und das Risiko von Kostensteigerungen wäre geringer, da der Anteil der Baustellenarbeiten erheblich geringer ausfallen würde.Gibacht Ansicht Ost

Arbeitstreffen der Projektgruppe Gibacht

Am 17. Januar traf sich die Projektgruppe mit dem Architekten Christian Taufenbach in Regensburg, um über den Fortgang des Projektes zu beraten. Alle Beteiligten zeigten sich von der beachtlichen Höhe der Baukosten beeindruckt und erläuterten die nächsten Schritte. Ziel des Treffens war es, ein tragfähiges Ergebnis zur Entscheidung auf der Mitgliederversammlung zu erarbeiten und dem Vorstand vorzuschlagen.

Zunächst wurde die Anregung von Josef Karl aufgenommen und besprochen. Christian Taufenbach erklärte sich bereit, in einer alternativen Projektskizze eine Sanierungsalternative zu suchen, die erheblich gravierender in den Bestand eingreifen würde und dadurch ein rationelleres und weniger kostenrisikobehaftetes Bauen ermöglichen könnte. Die Skizze wird in jedem Fall noch vor der nächsten Beiratssitzung vorliegen.

Marita Sasso informierte über eine derzeit stattfindende Reform der Förderrichtlinien für Mittelgebirgshütten im Bundesverband, die eine höhere Förderung erwarten lässt und für die Beantragung unserer Förderung noch abgewartet werden sollte. Wir könnten die Voranmeldung vom November im April noch einmal verlängern und sollten einstweilen keinen Förderantrag einreichen. Joachim Kerschensteiner berichtete, dass die Vertretung eines regional ansässigen Industrieunternehmens signalisiert hatte, relevant an der Finanzierung des Projektes mitwirken zu wollen.

Alle Beteiligten bedauerten den aktuellen Stillstand auf dem Anwesen, bei dem weder die derzeit noch offenen Nachlassfragen geklärt wurden, noch ein neues Pachtverhältnis für die Gaststätte angebahnt werden konnte. Obgleich es durchaus verständlich ist, dass gerade in Pandemiezeiten ein Neubeginn in einer Gaststätte sehr schwierig sein kann, waren sich alle Anwesenden darüber einig, dass eine alsbaldige Verpachtung der Gaststätte für das Projekt eine enorme Bedeutung hat. Mag der derzeitige Zustand des Anwesens für potenzielle Pächter*innen vielleicht nicht sonderlich einladend sein, weisen wir an dieser Stelle nochmals auf die Entwicklungsmöglichkeiten der Gaststätte hin und verdeutlichen diese durch die Skizze unseres Architekten. Es wurden erneute Initiativen zur Findung einer Pächterin oder eines Pächters beschlossen, besonders auch vor dem Hintergrund, dass eine Wiederaufnahme des Betriebs durch eine sehr niedrige Pacht wirklich erleichtert wird.

Bei dieser Gelegenheit erörterte die Gruppe noch den Hinweis der Bundesgeschäftsstelle, dass eine Förderung der Baumaßnahmen für die Gaststätte sehr schwer darzustellen sei, weil die Förderungen nur Maßnahmen gelten dürften, die dem Zweckbetrieb unseres Vereins dienen würden. Konkret bedeutet das, dass es günstiger wäre, wenn die Stiftung das Gasthaus ertüchtigen würde. Sie ist selbst gemeinnützig und könnte beispielsweise öffentliche Förderungen als Veranstaltungsort von Kulturveranstaltungen und grenzübergreifenden Austauschprogrammen erhalten. Christian Taufenbach erläuterte weiterhin, dass das Gasthaus mit der derzeitigen Kapazität von ca. 50 Sitzplätzen nur sehr schwer auskömmlich betrieben werden könne und daher die Kapazität auf mindestens 80 Plätze erweitert werden sollte, wolle man eine dauerhaft tragfähige Existenz für eine Pächterfamilie schaffen.

Gibacht Ansicht EG

Maßnahmen und Empfehlungen der Projektgruppe

Die Projektgruppe beschloss, die Alternativplanungen zu begleiten, die neuen Fördermöglichkeiten für die Selbstversorgerhütte im Dialog mit dem Bundesverband zu ermitteln, weitere Initiativen zur Findung von Pächterinnen oder Pächtern zu starten und den Fortgang der Angelegenheit den Mitgliedern, dem Beirat und dem Vorstand zu kommunizieren, damit für die Mitgliederversammlung solide Entscheidungsgrundlagen bereitstehen. Sie empfahl dem Vorstand, im April noch keine Mittel zu beantragen, sondern die Mitglieder auf der kommenden Beiratssitzung und auf der kommenden Mitgliederversammlung diskutieren und entscheiden zu lassen, ob und ggf. wie das Projekt ab Mai 2022 weitergeführt werden soll.

Der Vorstand der Sektion erörterte den Vorschlag der Gruppe auf der Vorstandssitzung am 18.01.2022 und auf der Klausurtagung am 23.01.2022. Er folgte der Empfehlung einstimmig und beschloss die Umsetzung der vorgeschlagenen Vorgehensweise bis zur Mitgliederversammlung im April.

Joachim Kerschensteiner