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Grat-Tour Partenkirchener Dreitorspitzen 2605m, 2627m, 2633m und Leutascher Dreitorspitze 2682m

20. bis 21.09.2019

 Teilnehmer: Decker Claudius und Hofmann Joachim

 Schon das zweite Mal steigen Claudius und Joachim aus dem Leutaschtal zum Söllerpass hinauf. Die Route ist anstrengend und phasenweise recht hakelig. Am Leutaschplatt wird der Blick frei auf einen tollen Grat, der von der Meilerhütte bis zur Leutascher Torspitze hinüberzieht. Eine Stunde später – 18.30 Uhr – trifft Joachim an der Meilerhütte ein. Claudius hat auf ihn schon gewartet, denn es ist Zeit für das Abendessen. Joachim will morgen erst an der westlichen Torspitze auf den Grat, wohingegen Claudius auch die davor liegenden Torspitzen überschreiten will. Joachim hat insgeheim Bedenken,ob die Anforderungen zu schaffen sind, willigt aber ein. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen geht es gleich zur Sache. Anfangs noch leichte Kletterei, bis am Fuß der ersten Torspitze - abschreckend steil – die Suche nach der günstigsten Linie beginnt.

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Joachim sondiert die Möglichkeiten, bis Claudius ein Steinmandl entdeckt, das die Beiden in einen Kamin führt. Die Schlüsselstelle, eine IV-, wird gemeistert und kurz darauf ist erneut unklar, wo es weiter geht. Diesmal findet Joachim eine kletterbare Passage und bald darauf winkt das Gipfelglück.

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Blauer, wolkenloser Himmel sind die besten Rahmenbedingungen für diese Tour. Es geht etwas leichter weiter, bleibt aber dennoch anhaltend anspruchsvoll.

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So wird nach Überschreitung der mittleren Torspitze bald darauf die Westliche Partenkirchener Dreitorspitze erreicht. Es macht zunehmend Spaß. Andauernd tolle Ausblicke und die Plaisir-Kletterei bringt die Bergsteiger in einen „Flow“. So bremsen die Kameraden zwei III- Stellen nicht, die man auch „Trau dich“nennen könnte.

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Noch über einen Vorgipfel steigen und schon ist das Endziel Leutascher Dreitorspitze zum Greifen nah. 4.30 Stunden hat die Tour gedauert und stolz schweift der Blick von Claudius und Joachim über die Grat Zacken hinüber zur Meilerhütte.

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Jetzt liegen noch 1600 Höhenmeter Tal Abstieg vor den Beiden. Der Abstieg über eine steile Rinne erweist sich als äußerst unangenehm. Weglos, tritt arm und extreme Steinschlag Gefahr. Mit großer Vorsicht wird dieser Abschnitt bewältigt.

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8 Stunden nach Verlassen der Unterkunft ist der Talboden erreicht und damit endet eine Tour der Extraklasse. Das Essen in einer Gaststätte nebst guten Erdinger Dunkel genießen Joachim und Claudius entspannt, bevor hochzufrieden nach Hause gefahren wird.

Berg Heil

Hofmann Joachim