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Risser Falk 2414 m 08.09.2021 Teilnehmer: Hofmann Joachim, Regensburger Reinhold und Wirth Roland Hermann von Barth hat den Risser Falk im Alter von 25 Jahren erstbestiegen. Und zahlreiche weitere wilde Karwendelgipfel. Alle widerspenstig und nur mit großem Klettergeschick und Durchhaltevermögen zu bezwingen. Was sich das Trio mit dem Risser Falk aufbürdet wird erst so nach und nach erkennbar. Vom Parkplatz P 4 geht es eine Forststraße hinauf ins Falkenkar. Ab Höhe 1128 m ist Schluss mit lustig. Nach der Querung eines tief in die Felsen eingeschnittenen Bachbett gelangen die Kameraden zu einem unmarkierten Steig. Dieser zieht sich durch die Latschen steil nach oben. Ein ruppiger Pfad – steinig, dreckig, rutschig und gefühlt endlos. Mit Erreichen des oberen Falkenkar wird es besser. Aber nicht von Dauer. Denn hinauf zu den Felswänden am Ende des Kar muss über losen Schotter lange mühsam aufgestiegen werden. Und anschließend geht es rechts eine sehr steile Grasflanke zu einer kleinen Scharte hinauf. Die nachfolgende Passage zur grünen Rinnscharte ist sehr ausgesetzt und entsprechend vorsichtig agiert hier das Trio. Der schmale Felsgrat wird nun ostwärts überklettert. Mal oben drüber, mal links oder rechts vorbei. Eine knifflige Routenführung, die gar nicht so leicht erkennbar ist. Einen spektakulär großen Klemmblock klettern die Bergsteiger oben drüber und haben damit die IIer Stellen hinter sich. Die weitere Route durch die Ostflanke des Risser Falk ist mit Schwierigkeit I leichter.

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Ein großer Steinmann markiert den höchsten Punkt. Bei strahlenden Sonnenschein genießen die Drei die Gipfelschau ringsum und rasten ausgiebig.

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Dann brechen die Freunde wieder auf und klettern retour zur Rinnscharte. Der weitere Abstieg soll jetzt über den Steinfalk erfolgen um sich das Falkenkar zu ersparen. Aber nach Überschreitung eines ersten Felsgipfel ist nicht erkennbar, wie der nachfolgende Felskopf überklettert werden kann. Steinmandl oder Markierungen sind nicht zu finden. Somit bleibt nur der Abstieg durchs Falkenkar. Am unangenehmsten erweist sich der Durchstieg im unteren Kar. Da sitzt man wegen rutschiger Steine und erdigen Gelände schnell mal am Hosenboden. Am Parkplatz angelangt können die Bergfreunde stolz auf eine Tour zurückblicken, die mit 1500 Höhenmeter im schwierigen Terrain nicht gerade einfach war. Und immerhin 10 Stunden gedauert hat.

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Bei der Einkehr im Kloster Reutberg hat das Dunkelbier zum Obatzd`n besonders gut geschmeckt. Kurz nach 22.00 Uhr sind die Freunde wieder zu Hause. Berg Heil Hofmann Joachim