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Loreakopf 2471m

28.09.2015

Teilnehmer: Hofmann Joachim

Krammer Georg, Graf Herbert, Kärcher Fritz

Feuerer Hans und Steiner Erwin

Den Loreakopf geht man in der Regel vom Talort Fernsee. Kann aber auch vom Fernpass gemacht werden und spart dabei theoretisch 270 Höhenmeter. Auf der Passhöhe trennen sich die Wanderer in zwei Gruppen. Fritz, Hans und Erwin gehen hinauf zur Wolfratshausener Hütte unterhalb des Grubigstein. Das Ziel Loreakopf über das Östliche Kreuzjoch ist da wesentlich anspruchsvoller. Zunächst marschieren Georg, Herbert und Joachim durch das Kälbertal bergwärts. Lange zieht sich der Wanderweg sanft steigend, bis der Pfad eine latschen bewachsene Bergflanke trassiert. Erste Raststelle ist die Galtenberghütte. Herbert reduziert sein Ziel auf das Kreuzjoch und rastet etwas länger, als seine voraus gehenden Kameraden. Leider sind die Berge in Nebel gehüllt und es gibt nur sporadisch freie Sicht. Am 2231m hohen Östlichen Kreuzjoch reicht es auch Georg. Denn immerhin 3h12min hatte der Aufstieg gedauert. Währenddessen er auf Herbert wartet geht Joachim alleine weiter - vielleicht reißt es ja noch auf. Auf gleichbleibender Höhe wird ein Stück weit am Felsgrat im I+ Gelände geklettert. Dann muss Joachim hinunter in eine Senke, wo ein Pfad Richtung Loreakopf verzweigen soll. Findet Joachim – mit Steinmandl markiert. Allerdings verliert sich der Pfad im welligen Gelände mehr und mehr. Auf einem grasigen Joch gibt es keinen Hinweis mehr. Der Nebel lässt keine Orientierung zu und so steigt Joachim einen Hang rechts haltend nach oben. Irgendwann steht er am Gipfel in einer Nebelsuppe. Kein Kreuz. Kann also auch nicht der richtige Gipfel sein. Die Karte verrät: Es ist der 2408m hohe Tagweidkopf. Klar ist auch, dass die Umkehr zur richtigen Route immens Zeit kostet und damit das eigentliche Ziel gestorben ist. Also Plan B. Vielleicht ist ja der Grat hinüber zum Loreakopf begehbar. 100 Meter tiefer trifft Joachim auf einen felsigen Kamm. Zunächst ist dieser gut kletterbar und spannend, da der Nebel immer nur die Sicht auf den nächsten Felszacken zulässt. Plötzlich schälen sich die Umrisse des Loreakopf aus dem Nebel Grau. Eine augenscheinlich unüberwindbare, senkrechte 50 Meter Felswand. Jetzt so kurz vor dem Ziel doch noch umkehren? Mal sehen. Ein erster Besteigungsversuch durch die brüchigen Felsen scheitert. Joachim versucht eine Querung nach rechts und hofft nach der Kante eine kletterbare Route zu finden. Und es könnte klappen. Ein extrem steile Rinne zieht hinauf zum Gipfel. Einige IIIer Stellen müssen gemeistert werden, bis der Durchbruch gelingt. Leider wird Joachim am Gipfel nur mit einer Teilsicht belohnt. Lange rasten kann er nicht. Denn der Rückweg ist weit. Den Normalweg über zwei weitere Felsköpfe absteigend und einem luftigen Pfad folgend erreicht Joachim schließlich eine Verzweigung. Nach links zieht ein markierter Steig Richtung Kreuzjoch. Bei den Steinmandl schließt sich der Kreis. Jetzt wieder die 130 Höhenmeter hinauf auf das Östliche Kreuzjoch. Zeit um Bilanz zu ziehen. Der Hinweg hatte trotz des zusätzlichen Gipfel 90 Minuten gedauert; zurück jedoch 145 Minuten. In der Summe sind nun gut 1500 Höhenmeter absolviert. Auch klar: Gleich vom Fernsee aufzusteigen wäre besser gewesen. Einen wilden Grat vom Kreuzjoch Gipfel ab zu klettern gönnt sich Joachim noch und ist 2 Stunden später am Fernpass. Knapp 9 Stunden hat die anspruchsvolle Tour gedauert. Und nach dem Einsammeln der Bergkameraden ist das Ettaler Dunkel beim Italiener in Ohlstadt redlich verdient. Ein langer Tag geht zuEnde und kurz vor 23.00 Uhr sind alle wieder zu Hause.

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Berg Heil

Hofmann Joachim