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Eigentlich hatten wir ein Wochenende an der Steyr und deren Nebenflüssen geplant, Corona bedingt planten wir jedoch um auf Alz und Königsseer Ache. Österreich war ja wieder Ausland mit Grenzkontrollen… Ebenfalls virusbedingt waren wir leider nur zu dritt unterwegs, unser vierter Mann kämpfte mit Long-Covid. Nicht verantwortlich war das Virus für das Wetter – die Vorhersagen änderten sich nahezu stündlich.
Wir trafen Peter nach seiner Im-strömenden-Regen-Fahrt an unserer geplanten Ausstiegstelle in Altenmarkt und siehe da – wie vorhergesagt schien ab 11 Uhr die Sonne für uns. Wir stiegen in Trostberg in die Kajaks und paddelten unschwierig bei flotter Strömung auf der Alz dahin. Für die erste Fahrt des Jahres (bei Peter sogar seit 2 Jahren) genau richtig. Zwei Wehre waren zu umtragen – Gelegenheit, die Beine mal wieder auszustrecken und natürlich für eine Brotzeit. Einen Schwall schauten wir uns vorsichtshalber vorher an (wir hatten ihn von einer Hochwasser-Fahrt sehr, sehr beeindruckend in Erinnerung…), diesmal war es nur eine kleine problemlose Stufe. Die Sonne war uns bis zur Ausstiegsstelle treu und der (leichte) Regen wartete, bis wir wieder in unseren Autos saßen und zu einem gemütlichen Abend starteten.
Am nächsten Morgen setzen wir in Schönau am Königssee in die Königsseer Ache ein. Ziel war Marktschellenberg. Der Wasserstand war über Nacht überraschend stark gestiegen, statt Niedrigwasser fanden wir einen flotten mittleren Wasserstand vor. Im oberen Teil ist die Ache mit WW II angegeben, dort ging es deutlich enger, schneller und mit mehr Hindernissen als am Vortag dahin. Peter brachte sein langes Boot tapfer durch die ihm unbekannten Schwälle und leichten Verblockungen, beim Üben in einem Kehrwasser ging er dann aber leider (sehr kalt) baden. Obwohl er Boot und Paddel selbst festhalten konnte, hatten wir an der Stelle gut zu tun, um selbst anzulanden und das Boot zu bergen. Peter`s Bedarf an Spannung war für diesen Tag gedeckt, er machte sich zu Fuß auf den Weg zurück zur Einsatzstelle, um das Auto und anschließend sein Kajak zu holen. Hermann und ich paddelten derweil unter einer markanten Felswand entlang durch sehr spritzige Stellen bis kurz vor der Mündung der Ramsauer Ache in Berchtesgaden. Ab da fließt der Fluss als Berchtesgadener Ache technisch leichter dahin. Schöne Schwälle, tolle Aussichten auf Watzmann und Untersberg, grünes Wasser und drei Wehre später trafen wir Peter in Marktschellenberg, wo wir das Wochenende bei einem sehr leckeren Spezial-Eis ausklingen ließen.

Steffi Fuchs

Steffi, Hermann und Peter auf der Alz
Hermann in Aktion
Steffi und Hermann in ruhigem Wasser
Peter im Schwall auf der Alz
Steffi auf der Bechtesgadener Ache