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Daniel führt seine erste Weibertour durch: sechs Frauen, die sich auf eine tolle Höhenwanderung freuen.

1 Tag: Sehr abwechslungsreich: Wolken - Regen - Sonne - Wolken -- Hagel - Sonne - Wolken - Gewitter: Wer hat einen Biwaksack dabei? Plan A: Gelassen weitergehen, Plan B: Wir biwakieren auf der gerade passierten Schutzhütte. Plan A greift. Wir gehen weiter. Die ersten Ausblicke lassen das abwechslungsreiche Wetter schnell vergessen und wir genießen die ersten Pausen.

Herzlicher Empfang um 19 Uhr auf der Chemnitzer Hütte. Wir sind die einzigen Gäste und es erwartet uns eine tolle Bewirtung! Die Männer verschwinden zum Kochen in der Küche , die Frauen verwöhnen uns im Gastraum mit ersten Getränken.

Da uns am kommenden Tag eine kürzere Wegstrecke erwartet, dürfen wir ausschlafen und starten um 10 Uhr zur Edelrauthütte. Die Murmeltiere begrüßen uns und die Sonne schaut auf uns runter. Tolle Fernsicht zu den Dolomiten und zum Nevesstausee. Durch viel Geröll und ab und zu Schneefeldern geht es zur Edelrauthütte. Wir sind gegen 15 Uhr auf der Hütte, wieder nass, aber dieses Mal vom Wasserfall, der eine halbe Stunde vor der Hüttenankunft für eine kalte Dusche sorgt. Super Cappuccino und Espresso vom feinsten genießen wir auf der Terrasse, auf der die alte Hütte stand. Architektonisch wertvoll, da ohne Durchzug (durch die alte Hütte pfiff der Wind, weshalb sie 2015 abgerissen wurde und die neue Hütte erbaut wurde) und großen Panoramafenstern! Wirklich sehenswert! Nach dem Abendessen Musik gratis von einer 10-Jährigen Akkordeonspielerin.

3. Tag: Abmarsch um 8 Uhr, ein langer Wandertag wartet auf uns. Wir passieren prachtvolle Almwiesen, tolle Aussichten belohnen die Anstiege, auf einer bewirtschafteten Hütte können wir wählen zwischen Bier und Hollerschorle - denken wir. Diese Auswahl wird noch mal von unserm Chef eingeschränkt: Bier gibt’s erst auf der Hüfte! Ab und zu suchen wir den Weg, viel wurde weggewaschen von dem vielen Regen. Plan B gibt es nicht, also nach vorne schauen und suchen!

Und dann kommt der Ernstfall! Doch da wir auf das Bier verzichtet haben , können wir die Schneefelder und Felsblöcke bis auf einen kleinen Unfall (dieser wurde initiiert, um die Kompetenz des Tourenleiters zu checken) gut meistern und werden mit einem wundervollen Blick oben am Pass belohnt. Von weitem ist die Hütte mit kleinem See zu sehen, dieser liegt noch in der Sonne. Deshalb zieht es uns ganz schnell nach unten. Der kleine See lockt drei unserer Mitwanderinnen und Daniel so, dass sie statt Dusche ein kurzes Seebad nehmen und erhalten großen Applaus von den anderen Gästen. Wieder erwartet uns ein herzlicher Empfang von den Wirten der Tiefrastenhütte, musikalisch begleitet von einer Blaskappelle. Leider dauert die musikalische Einlage Stunde um Stunde an. Die Töne werden mit jedem Stamperl Schnaps schräger.

Schlafen können wir trotzdem , da wir alle s..müde sind. Eigentlich wollten wir am letzten Tag zurück über den Pass, um zu unserem Ausgangspunkt zu gelangen. Da es aber regnet und kein Ende abzusehen ist, steigen wir ab in den nächsten Ort und verpassen den Bus um zwei Minuten. Da es keinen Plan B gibt, jedoch Plan Z, wird ein Taxi bestellt und bringt unseren Tourenleiter nach Lappach zurück. In der Zeit kehren wir Weiber in der ersten Pizzeria ein, die wir finden und haben damit eine gute Wahl getroffen. Noch ein letzter italienischer Espresso bzw. Cappuccino, nun wieder im Sonnenschein und dann geht es nach Hause.

Fazit: „Ich habe jeden Tag geduscht.“ „Ohne Pausen wandere ich nicht!“

Glernt ham ma a wos! (Umgang mit Kompass und Planzeiger)

„Eine tolle Höhenwanderung!“ „Super Espresso!“ „Auf jeder Hütte nette Wirte!“

Danke Daniel! Es war eine wunderschöne Tour und danke, dass du die Nachfolge von Dodo angetreten hast! - Ach du weißt das noch nicht?

Katja Ferstl