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Team Delta und Team Charlie und die Kletterreise an den Großen Priel

Steffie, Claudia, Marcia, David und Trainer Jan machten sich im Volvo auf die Reise, um nach Österreich zu reisen! Ja, unglaublich, es ging ins langersehnte Ausland - ins Tote Gebirge. Als wir am Parkplatz eintrafen, wurden Seile, Exen und was man sonst noch so braucht, verteilt und nach gefühlten 17-mal Auto auf- und zusperren - Jan kamen die ersten Zweifel, ob wir nicht „völlig belämmert“ seien - verließen wir gut gelaunt und voller Tatendrang den Parkplatz Richtung Prielschutzhaus. Der Aufstieg war schweißtreibend aber schön, und oben angekommen war der österreichische Dialekt wie Musik in unseren Ohren. Voll war die gute Gaststube, lecker war es, unsere Zimmerchen gemütlich und so der erste Tag auch bald vorbei.

Am nächsten Morgen ging es gemütlich zum Frühstück, und danach starteten wir den Tag mit der Übungswand hinterm Haus. Standplatzbau, Abseilen, Knotenlehre und Co. wurden erst im Trockenen geübt, bevor wir eine Wand weiterwanderten und unsere erste Mehrseillänge gingen. Stolz und glücklich oben angekommen, schlugen wir uns durch Latschenkiefern und Geröll, um an den Fuß des Großen Priels zu gelangen. Orientierung im Gelände war hier gefragt! Nichts für Lappeduddel! Am Großen Priel begaben wir uns auf die Suche nach der Route für den nächsten Tag und begutachteten noch den Goldkarklettergarten.

Nächster Tag und schönes Projekt: Steh auf Mandl! Eine plattige Mehrseillänge im 4. Schwierigkeitsgrad. Früh ging es los, denn wir wussten, es soll am späteren Nachmittag regnen.

Wir gelangten geschwind Richtung Goldkarklettergarten. Doch dann, das unerwartete Erwartete, eine Abbruchkante von einem Schneefeld, das unseren Einstieg versperrte. Was nun? Jan zeigte uns zunächst die McGyver-Methode bei der Querung einer Abbruchkante, um dann danach easy über die Ufo-Route-Nachbartour in unsere Tour einzusteigen. Super! Tour gerettet, traumhafte Kletterei! Team Charlie stieg mit Jan im Gepäck vor und Team Delta folgte. Es gab genug Platz an den Ständen, sodass man sich auch immer mal wieder komplett vereinte. Abstieg erfolgte dann teils über den wunderbaren Klettersteig mit Seilbrücke und allerlei Schmankerln, und so kamen wir zeitig an der Hütte an, um uns nochmals zu stärken, bevor wir abstiegen.

Beim Abstieg lief an sich alles super. Nur die letzten 20 min vor Ankunft am Volvo begann es zu schütten, sodass Steffie am liebsten ihren Aquajogginggürtel ausgepackt hätte. David ging schnellen Schrittes voran, und Jan versuchte die Truppe zusammenzuhalten. Trotz des Regens und dem Gefühl komplett „oreidig“ zu sein, war die Heimfahrt friedlich und schön.

Danke Jan, Team Charlie und Team Delta!

Marcia Ehrenfeld