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Zugspitze Jubiläumsgrat vom 11.08.-12.08.2018

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Es ist schon ein ehrgeiziges Ziel die Zugspitze über den „Jubelgrat“ zu besteigen und noch dazu vom Startort Höllentalangerhütte.
Vier Bergfreunde beginnen zunächst von Hammersbach über die beeindruckende Höllentalklamm den Aufstieg zu vorgenannter Unterkunft. In der neu gebauten Hütte sind die Räumlichkeiten für den Gast recht komfortabel. Die Nacht ist kurz, um 4 Uhr frühstücken die Bergsteiger. Im Schein der Stirnlampen geht es los. Durch das Matheisenkar führt ein Steig hinauf zur Grieskarscharte. Die letzten 400 Hm sind steiles, teils seilversichertes Felsgelände. Trotz langsamer Gangart sind die konditionellen Anforderungen schon spürbar. 1100 Hm sind es bis hier. Strahlend scheint die Sonne vom wolkenlosen Himmel. Nun geht es hinauf zu einem Rücken westlich des Hochblassen, anschließend wieder ein gutes Stück hinunter um schließlich wieder auf den Grat hoch zu steigen. Felsige Kuppen und Spitzen, sowie fußbreite Gratschneiden sind im steten Auf und Ab zu passieren. Natürlich muss immer wieder geklettert werden.  Seilversicherte Stellen erleichtern Auf- und Abstiege. Ein erster Höhepunkt ist die Vollkarspitze. Ein Klettersteig – Schwierigkeit C/D - bringt die Gruppe wieder hinunter auf den Grat. Es werden immer wieder kurze Trinkpausen eingelegt. Nun folgen Äussere Höllentalspitze 2720 m, die Biwakschachtel, Mittlere Höllentalspitze 2742 m und Innere Höllentalspitze 2741 m. Zermürbend sind die zahlreichen „Zwischenzacken“, die zwar von den Bergsteigern mit Bravour gemeistert werden, aber sich konditionell auswirken. Das Gehtempo wird langsamer; gleichwohl werden die bergsteigerischen Anforderungen nicht einfacher. Im Gegenteil: Einmal wird an einem Felskopf abgeseilt, da freies Klettern zu riskant ist. Nach dem Abstieg von der Inneren Höllentalspitze auf eine Senke in zirka 2600 m Höhe hoffen Jörg, Claudius, Stefan und Joachim, dass nunmehr keine weiteren Zwischenabstiege den Aufstieg erschweren. Denkste. Am Charakter des Grates ändert sich nichts. Erst kurz vor dem Gipfel – die Bergsteiger sind schon ziemlich erschöpft – ist der Grat zu Ende und ein Bergpfad führt zum Ziel. Am Goldenen Kreuz gratulieren sich die Gefährten zum Erfolg. Für die 2100 Hm haben die Kameraden 14 Stunden gebraucht. Die letzte Bergbahn ist mittlerweile ins Tal gefahren. Also nehmen die Vier Quartier im Münchner Haus. Eine Maß Bier hat sich jetzt wirklich Jeder verdient. Entspannt wird die Nacht auf Deutschlands höchsten Gipfel verbracht. Der nächste Tag beginnt sonnig und gegen 8.00 Uhr geht es mit der neuen Seilbahn hinunter zum Eibsee. Tolle Tiefblicke bietet dieses Bauwerk der Superlative. Zu Fuß wandern die Bergfreunde nach Hammersbach, da die Zahnradbahn erst um 10.15 Uhr fährt. Auf ein Weizen wird noch eingekehrt, bevor es ohne Stau nach Hause geht. Schon etwas stolz über diese außergewöhnliche Extremtour. Mit einmaligen Ausblicken über das Wettersteingebirge und weit darüber hinaus. Mehr Berg geht nicht.

 

Berg Heil

Joachim Hofmann

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Fotos: Joachim Hofmann