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Ist die Luft so dünn oder warum schnauf ich so.. ?

DAV MTB Enduro-Tour Vinschgau / Ortlermassiv 29.09 - 03.10.2018

08 6 Gruppe MTB Tag1

Ende September, bestes Bikewetter, fünf MTB Enduristen aus Regensburg machen sich auf den Weg in das Trailparadies Latsch im sonnenverwöhnten Vinschgau. Der jüngste Fachübungsleiter Regensburgs, Chris Hartung, wird uns fünf Tage die besten Trails der Region am Fuß des Ortlermassivs zeigen.
Am ersten Tag steht an der Tarscher Alm der „Roatbrunn“-Trail und der „4 gewinnt 13“ auf dem Speiseplan der tiefenmeterhungrigen Gruppe. Wir gewöhnen uns an Wurzelpassagen und größere Drops. Jeder feilt noch ein wenig an der eigenen Technik oder am Setup des Bikes. Bergauf können wir heute mit dem alten Sessellift den Uphill verkürzen. So ist sogar noch eine 2. Abfahrt drin und die geht auf jeden Fall deutlich entspannter.Am Sonntag steht das Highlight der Woche auf dem Plan. Der höchste fahrbare MTB-Pass der Ostalpen, das Madritschjoch, mit 3123 m soll bezwungen werden. Wer diese Tour an einem Tag unternehmen will, der ist gut beraten, wie wir in Sulden die Seilbahn zur Schaubachhütte zu nehmen. Um 10 Uhr stehen wir auf 2600 m vor einem atemberaubenden Panorama mit dem mächtigen Ortler und der Königsspitze. Die nächste Stunde heißt es, das Bike zum Madritschjoch hochschieben. Dort erwartet uns der 6,7 Kilometer lange Trail. Wer hier kein Downhill-Spezialist ist, sollte das Bike die ersten Hm durchaus schieben. Nach der ersten S3-Passage wird’s deutlich einfacher und man kann den Flow genießen. Auf dem schönen Hochgebirgs-Trail nähert man sich so stetig der Zufallhütte. In rasanter Abfahrt geht es durchs Martelltal hinab ins Vinschgau, wo wir zurück nach Latsch radeln. In der Pizzeria am Abend schwelgen wir nochmal in unseren Erinnerungen an die 2500 Tiefenmeter.Der Wetterbericht meldet Regen für Montag. Wir entscheiden uns für den „Propain“ Trail auf dem Schlanderser Sonnenberg. Wunderschön schlängelt sich der Trail ins Tal, wo es prompt anfängt zu schütten. Über Nacht hat es die Gipfel angezuckert. Chris schwärt vom Göflaner Schartl in Verbindung mit dem „Holy Hansen“ Trail. Bis wir die 1800 Hm selbst hochgestrampelt sind, wird der Schnee am Gipfelgrat hoffentlich wieder geschmolzen sein. Zunächst kurbeln wir ins Martelltal und gewinnen rasch Höhe. Hinter Martel-Dorf ist die Teerstraße zu Ende. Jetzt heißt es durchhalten und weiter hinauf, bis 300 m unter der Scharte der Wanderweg zum Tragen des Bikes zwingt. Unter den Lawinenverbauungen ist volle Konzentration angesagt. Die Aussicht Richtung Meran ist einmalig und die Wegführung des Trails auch. Es geht immer am Kamm entlang bis zur Waldgrenze und dann hinab Richtung „Holy Hansen“ Trail. 1900 Hm stehen am Schluss auf dem Tacho. Resümee der fünftägigen Ausfahrt: „Zur Nachahmung dringend empfohlen“

08 6 Gflaner Scharten

Autor: Christopher Hartung

Fotos: Clemens Hartung